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Buchvorstellung

“Spirituelle Psychologie”

von Dr. Ekkirala Krishnamacharya

 

Lessons on the Yoga of Patanjali

Die spirituelle Anatomie des Menschen wird vom Gesichtspunkt der Weisheitslehren des Ostens betrachtet, mit ständiger Bezugnahme auf die astrologischen Schlüssel, denn Astrologie ist einer der sieben Schlüssel zur spirituellen Weisheit. Eine detaillierte Untersuchung der okkulten Bedeutung von Zahlen, Formen, Farben und Klang ist enthalten, sowie eine Reihe von Meditationen und ein unverzichtbares Glossar von Sanskrit-Begriffen. „Spirituelle Psychologie“ ist eine Art Referenz-Buch, auf das man sich ständig beziehen kann.

Aus dem Inhalt: Spirituelle Psychologie; Änderung der Polarität; Das Herabkommen der planetarischen Prinzipien; Die spirituelle Anatomie des Menschen: Nicht-materielle Substanz, Die Pole der Erde; Die okkulte Klaviatur: Zahlen, Form, Farbe, Ton. Praktische Anweisungen; Meditationen; Erläuterung der Begriffe.

WTT e.V. / Edition Kulapati, Deutschland, 2019-2. ISBN: 978-3-930637-81-2
 

Leseprobe:

Kapitel 6: Praktische Anweisungen

Dieser Abschnitt ist für jene gedacht, die die Richtlinien der Meditation befolgen.

Lege dir ein separates Notizbuch zu, das du als spirituelles Tagebuch benutzt. Es sollte liniert sein und einen orange-roten Einband haben. Diese Farbe dient als ein Signal, um den Meistern und ihren Jüngern zu zeigen, dass der Schüler sein Tagebuch bereit hält. Dieses Buch sollte er immer bei sich haben, ohne es jedoch offen herumliegen zu lassen, damit nicht jeder darin lesen kann. Jeder Versuch, es zu zeigen oder zu veröffentlichen, sollte vermieden werden. Der Versuch, das Tagebuch geheim zu halten, sollte passiv sein und nicht im Vordergrund stehen.

Habe einen separaten Raum für die Meditation. Einmal festgelegt, versuche, den Platz beizubehalten. Wenn eine Veränderung unvermeidlich ist, weise deinen dir unbekannten Meister am Vortag mental darauf hin. Bezeichne am Vortag auch klar den geänderten Platz. Sei bitte jeden Tag zehn Minuten vor sechs Uhr morgens zur Meditation fertig. Um diese Zeit sollte dein Körper sauber und nicht mehr im Nachtgewand sein. Habe ein Photo eines einzelnen Meisters oder einer Gottheit an einem bestimmten Platz in deinem Zimmer. Besser noch, es im Norden oder Osten aufzustellen, damit du mit dem Gesicht in eine dieser Richtungen sitzen kannst. Breite etwas auf dem Boden aus und setze dich bequem auf den bedeckten Boden. Verwende einige Räucherstäbchen, vorzugsweise aus Sandelholz. Bringe den Körper in eine natürliche Stellung, ohne nervliche Anspannung. Du kannst in jeder Haltung sitzen, die deiner Konstitution angenehm ist. Die am meisten benützte ist die Siddhasana-Haltung.

Genau um 6 Uhr (örtliche Zeit) mache Namaskaram Mudra (siehe Anhang) und sprich die Worte «Namaskarams Master». Schliesse deine Augen, lege deine Handflächen auf die Knie. Erlaube dem Denkvermögen sich vorzustellen, was es will, aber beobachte es. Damit solltest du etwa 15 Minuten lang fortfahren. (Du musst nicht auf die Uhr sehen, die Dauer wird annähernd von dem Denkvermögen registriert werden.) Versuche, den Lauf der Gedanken im Gedächtnis zu behalten. Wenn das Denken leer ist, führe es langsam dahin, an einen weissen Lotus zwischen deinen Augenbrauen und innerhalb deines Kopfes zu denken. Versuche, nach 15 Minuten, dich an die Gedanken zu erinnern und schreibe sie in einfacher Sprache nieder. Das Datum sollte zuerst notiert werden und dann die Gedanken. Wenn du irgendwelche Formen oder Muster siehst, skizziere sie in das Buch. Wenn du Worte oder Sätze hörst, schreibe sie als Zitat nieder. Wenn die Sätze, die du hörst oder in deinem Denken geschrieben siehst, die Form von Anweisungen haben, versuche, ihnen während der Stunden des Tages zu folgen. Nun kannst du aufstehen und dich deinem Tagesablauf zuwenden. Auch während des Tages kannst du in geistigen Austausch treten oder Anweisungen bekommen. Halte immer dein Tagebuch bereit und schreibe sie nieder. Wenn es keine gibt, sei nicht entmutigt; du erhältst sie, wenn es notwendig ist.

Halte dein Denken frei von jedem Plan, obwohl du den Plan strikt befolgst. Verwickle dein Denkvermögen nicht mental in das Vorhandensein irgendeiner Person oder irgendeines Problems. Weiche gleichzeitig der physischen Gegenwart anderer nicht aus. Veranlasse andere zu einer lebhaften Konversation, während du selbst dich als ein Beobachter verhältst, ohne verwickelt zu werden. Bleibe in der physischen Gegenwart von anderen mental allein. Sei körperlich und geistig aktiv. Fühle dich niemals geschäftig in deinem Denken. Verkürze Diskussionen unauffällig. Wenn andere in deiner Gegenwart irgendetwas zu ausführlich diskutieren, unterbrich sie nicht, aber entziehe dich ihnen mental, bis die Diskussion vorüber ist. Lehne andere nicht ab. Versuche, mit dem Standpunkt des anderen zu sympathisieren, um ihm die Möglichkeit zu geben, einen Vorschlag zu machen, und lasse weg, was dir nicht dienlich ist.

Höre auf das, was andere brauchen, und nicht auf das, was sie wünschen. Einigkeit im Wesentlichen, Freiheit im Unwesentlichen und Nächstenliebe in allen Motiven.

Dies sind die Stichworte der Meister an ihre Jünger auf dem Pfad des Raja Yoga:

Versuche niemals, Meister und ihre Arbeit zu vergleichen oder sie einander gegenüberzustellen. Beurteile niemals die Arbeit eines Meisters und suche keine Fehler in seinem Tun.

Beseitige die Charaktereigenschaft, Fehler zu finden.

Gib keinen Rat, wenn du nicht gefragt wirst. Gib keinen Rat in Angelegenheiten, die du nicht genau kennst.

Ernähre deinen Körper ordentlich. Das Essen sollte mehr qualitativ und weniger quantitativ sein. Es sollte frei von starken Gewürzen sein, soweit das möglich ist.

Nimm wenigstens einmal am Tag eine komplette Dusche einschliesslich Kopfwäsche. Wasche Gesicht, Hände und Füsse so oft wie möglich. Benutze viel Wasser.

Vermeide schwere Abendmahlzeiten und gesellschaftliche oder geschäftliche Essen, ohne ungesellig zu sein.

Vermeide Medikamente, ausser, wenn es absolut notwendig ist. Versuche, deinen Gesundheitszustand durch Veränderung der Ernährung, durch Ruhe und Schlaf zu regulieren.

Emotionales Gleichgewicht sollte bewusst praktiziert werden.

Versuche, deinen Tagesablauf zu planen und handle dementsprechend. Trainiere dich selbst, deine Zeit, dein Geld und deine Energie sinnvoll anzuwenden. Du solltest fähig sein, über deine Stunden im Sinne von nützlicher und interessanter Arbeit Rechenschaft abzulegen. Überprüfe deine Ausgaben und versuche, Dinge des Luxus, des Wohllebens und der Vergeudung auszuschalten.

Man sollte mit der Sprache sparsam umgehen. Worte sollten dem Zweck der Aufklärung dienen oder die Last anderer erleichtern.

Versuche, die schmerzhafte Schroffheit anderer mit Hilfe von gutem Humor und fröhlicher Konversation zu mildern.

Lerne mit deinem Herzen, deinem Verstand und deinem Gesicht zu lächeln. Dann wirst du anderen helfen können, ihre Schwierigkeiten wegzulächeln. Dies bringt eine schnelle Expansion deiner Seele und der Seele von anderen. Andere anzuziehen ist eine fromme heilige Kunst. Du kannst Geist, Seele und Körper durch Magnetisieren mit deinen Anziehungs-Methoden heilen. Ziehe das Denken anderer an, ohne sie in irgendeine Illusion oder ein falsches Versprechen zu führen.
 

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